Was können Hotels tun, um der Krise entgegentreten und sich auf die Zukunft vorbereiten zu können?

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Wir haben einige Ratschläge und Empfehlungen für Sie zusammengestellt, wie Sie mit der derzeitigen Krise umgehen und sich auf die Zukunft vorbereiten können.

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Inhalt

Erste Reaktion: Stornierungen

Sollte ich meine Stornierungsrichtlinien flexibler gestalten?

Ja.

Viele Hotels, OTAs und Fluggesellschaften verzichten derzeit auf Stornierungsgebühren.

Wie bearbeite ich Massenstornierungen?

Zunächst sollten Sie Ihren Gästen versichern, dass Sie verstehen, warum sie momentan nicht reisen wollen oder können. Versuchen Sie dann, den Aufenthalt auf ein späteres Datum zu verschieben.

Wenn Reisende darauf bestehen, die Buchung zu stornieren, bieten einige Hotels und Fluggesellschaften eine Erstattung in Form von Guthaben, Treuepunkten oder Gutscheinen für zukünftige Aufenthalte an. So können Sie sichergehen, dass Ihnen der Umsatz dieser Reisenden nicht endgültig entgeht.

Welche Verpflichtungen habe ich für Stornierungen von OTA-Buchungen?

Viele Online-Reisevermittler (OTAs) aktualisieren ihre Stornierungsrichtlinien aufgrund der neuesten Entwicklungen. Diese Änderungen können auch Ihre Stornierungsverpflichtungen betreffen. Sehen Sie regelmäßig nach, ob es Updates von Ihren OTAs und Buchungsportalen gibt, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und sämtliche Fragen Ihrer Gäste beantworten zu können.

Hier sind die entsprechenden Links:

Revenue Management und Marketing

Sollte ich Massenrabatte anbieten?

Auf kurze Zeit werden Rabatte nicht viel Unterschied machen, da sich Reisende um ihre Gesundheit und Sicherheit sorgen und daher schlichtweg nicht buchen oder aufgrund der jetzigen Lage nicht reisen können.

Langfristig könnte es sich zudem negativ auf Ihr Unternehmen auswirken. Reisende nehmen oft an, dass Preise und Qualität zusammenhängen. Wenn Sie Ihre Zimmer plötzlich günstiger anbieten, vermitteln Sie unter Umständen einen falschen Eindruck.

Der Markt wird sich zwangsläufig wieder erholen, also könnte es besser sein, sich auf Conversion als auf Rabatte zu konzentrieren. Mit flexiblen Stornierungsrichtlinien beschwichtigen Sie verunsicherte Gäste und überzeugen Sie möglicherweise davon, zu einem späteren Zeitpunkt wieder bei Ihnen zu buchen.

  • Fügen Sie Ihrer Webseite gut sichtbare Angebote hinzu.
  • Stellen Sie Angebote mit zusätzlichen Vorteilen in Ihrem Buchungssystem ein.
  • Probieren Sie neue Vertriebskanäle über Ihren Channel Manager aus.
  • Informieren Sie sich über Ihren Markt und achten Sie darauf, wann die Buchungen wieder ansteigen, um die besten Preisentscheidungen zu treffen.

Strategien für die Zukunft und alternative Einnahmen

Sind Inlandsreisen eine sichere Alternative?

Erfahrungswerten aus früheren Krisen zeigen, dass in der Reisebranche normalerweise der inländische Markt als Erstes wieder anläuft, während es schwer voraussagen ist, wann internationales Reisen wieder möglich sein wird.

Es kann also gut sein, dass Sie Gäste begrüßen können, die sich anstelle eines lange geplanten Urlaubs im Ausland mit einem Wochenende in der Heimat abfinden. Versuchen Sie deren Aufenthalt so besonders wie möglich zu gestalten, z. B. mit Paketangeboten. Sollten sämtliche Attraktionen in Ihrer Umgebung geschlossen sein, dann empfehlen Sie romantische Orte für ein Picknick, Spaziergänge in der Natur oder selbstgeführte Touren durch die Stadt. Das ersetzt zwar nicht das exotische Auslandsabenteuer, sorgt aber dennoch für einen unvergesslichen Aufenthalt.

Auch wenn normalerweise eher Geschäftsreisende bei Ihnen buchen, könnte es sich lohnen, in der Zwischenzeit Urlaubsreisende anzusprechen. Passen Sie Ihre Angebote und Marketingstrategien an und verbinden Sie sich mit neuen Portalen.

Setzen Sie neue Vertriebskanäle ein

Wenn eine Lage die Reisebranche weltweit so einschränkt wie im Moment, ist es umso wichtiger, dass Ihre Unterkunft so anpassungsfähig wie möglich bleibt. Es kann sich unter Umständen anbieten, sich auf andere Märkte zu konzentrieren und mit mehr Portalen zu arbeiten, um Ihre Chancen auf Gäste zu erhöhen.

Folgendes können Sie in Erwägung ziehen:

  • Verfügt Ihre Unterkunft über eine geeignete Lage für Last-Minute-Bucher? Dann verknüpfen Sie sich mit HotelTonight.
  • Erfüllen Sie die Anforderungen für einen Eintrag auf Airbnb?
  • Ist Ihr Hotel geeignet für Geschäftsreisende? Erkunden Sie HRS und Hotelbeds.
  • Möchten Sie sich an jüngere Zielgruppen wenden? Dann denken Sie über eine Zusammenarbeit mit HostelWorld nach.
  • Ist Ihre Unterkunft für Kurzurlauber attraktiv? Erkunden Sie Kurzurlaub.

Erkunden Sie neue Märkte und Zielgruppen, um sich der neuen Situation so gut wie möglich anzupassen.

Probieren Sie etwas Neues aus

Treffen Sie informierte Entscheidungen, wenn es um Angebote, Pauschal-Pakete, Upselling-Möglichkeiten, Zusatzleistungen und andere Annehmlichkeiten geht.

Umsatz durch Zusatzleistungen
Bieten Sie Ihren Gästen Zusatzleistungen. Zum Beispiel können Sie mit den Produkten aus Ihrem Restaurants Körbe mit Käse, Wein und Obst aus der Region zusammenstellen, und diese zum Verkauf anbieten. Falls Sie es nicht sowieso schon anbieten, können Sie Ihren Gästen ab sofort auch einen Shuttle-Service zur Verfügung stellen.

Versuchen Sie, Ihr Hotel so einzigartig wie möglich darzustellen.

Die folgenden drei Beispiele zeigen, wie Hotels in anderen Ländern mit der Krise umgehen:

  • Das Mandarin Oriental in Boston bietet Zimmerservice an und liefert an private Haushalte. Darunter fallen sowohl Speisen und Getränke als auch ein Reinigungsservice.
  • Das Hotel Doolin in Irland hilft älteren Menschen in der Krisenzeit, indem es sie mit vorgekochten Gerichten beliefert.
  • Auch das Carlton-Europe in der Schweiz bietet Mahlzeiten, Lebensmittel und Reinigungsservices an.

Bieten Sie Anreize für eine Verlängerung des Aufenthalts
Je nach Budget können Sie kostenlose Zusatzleistungen, Upgrades oder exklusive Annehmlichkeiten für eine Verlängerung des Aufenthalts anbieten. Hauptsache es erhöht den Wert der Buchungen, sodass Ihre Gäste gerne länger bleiben möchten. Ein gutes Beispiel sind auch eine kostenlose Massage oder Zugang zum Spa bei einer zusätzlichen Übernachtung. Bei einer Belegungsrate im Tief kann jedes bisschen Umsatz helfen.

Erstellen Sie personalisierte Angebote
Wenn Sie Ihre Unterkunft für eine neue und kleinere Zielgruppe vermarkten, achten Sie darauf, relevante Angebote zu erstellen. Schließlich würden Sie einem Geschäftsreisenden nicht das Gleiche anbieten wie einem Urlauber. Da sich viele von der Situation sehr gestresst fühlen, könnten Sie zum Beispiel Wellness- und Meditationspakete anbieten, sollte das in die Interessen der Zielgruppe fallen.

Effektive Nutzung der Auszeit: Optimierung interner Vorgänge und Mitarbeiterschulungen

Sie könnten sich außerdem der Optimierung interner Prozesse widmen und sich auf bessere Zeiten vorbereiten.

Steigern Sie die Effizienz Ihres Unternehmens:

  • Kann es sein, dass Sie mit weniger Mitarbeitern arbeiten müssen? Denken Sie über eine Schulung Ihrer aktuellen Mitarbeiter nach, vor allem, wenn sie sich für bestimmte Bereiche interessieren und sich darin fortbilden möchten.
  • Gibt es administrative Aufgaben, deren Bearbeitung verbessert werden könnte? Wenn sich die Branche erholt, können Sie mit einem Ansturm an Gästen rechnen. Sorgen Sie dafür, dass Sie darauf vorbereitet sind.
  • Gibt es Updates für Technologien, die Sie jetzt recherchieren könnten?
  • Sollten Sie Ihre Leistungen und Richtlinien überdenken? Nehmen Sie sich die Zeit, um sich negative Bewertungen anzusehen und suchen Sie nach Lösungen für die Kritikpunkte.
  • Bieten Sie ein Treueprogramm an, und wenn ja, ist es Ihrer Unterkunft angemessen? Treueprogramme könnten sich mehr als bezahlt machen, sobald die Nachfrage wieder steigt. Gäste, die sich geschätzt fühlen, buchen gerne wieder.

Nutzen Sie die Zeit, um Ihr Unternehmen intern zu optimieren und sich auf eine bessere Zukunft vorzubereiten.

Zusammenfassung

  • Seien Sie flexibel bei Stornierungen.
  • Sorgen Sie für die Sicherheit von Personal, Gästen und Eigentum.
  • Vermeiden Sie Massenrabatte.
  • Nutzen Sie gezieltes Marketing, sobald es wieder aufwärts geht.
  • Optimieren Sie interne Abläufe und Prozesse.
  • Bereiten Sie sich auf die Zukunft vor.

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