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Die Entzauberung von Yield-Management in der Hotelbranche

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yield management

Eins vorweg: Wenn Yield-Management Sie verwirrt, ist das okay – vielen Hotelbesitzern geht es genauso, und dafür gibt es einen sehr guten Grund.

Bei einer schnellen Google-Suche werden zahllose Artikel über Yield-Management in der Hotelindustrie angezeigt, es ist jedoch sehr schwierig, eine Quelle zu finden, die Hoteliers die korrekten Informationen bzw. solche, die sie benötigen, vermittelt.

In der Praxis ist Yield-Management, auch Ertragsmanagement (Yield = Ertrag) genannt, wahrscheinlich nicht das, was Sie sich darunter vorstellen, und auch nicht so relevant, wie Sie denken. Mit diesem Beitrag versuchen wir, alle Ihre Fragen zum Yield-Management zu beantworten. Und ohne schon zu viel verraten zu wollen: Es mag sich herausstellen, dass Revenue-Management der einzige Begriff ist, über den Sie sich in Zukunft Gedanken machen müssen.

Inhalt

Was ist Yield-Management?

Yield-Management ist ein strategischer Ansatz für die Preisgestaltung. Dabei werden sowohl die Nachfrage nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sowie die Kosten für deren Bereitstellung berücksichtigt. Hierzu werden Preise auf der Grundlage von Nachfrage-Daten in Echtzeit festgelegt. Dieser datengesteuerte Ansatz stellt sicher, dass die Preise so gestaltet sind, dass der Umsatz maximiert wird. Gleichzeitig werden die Kosten für den Betrieb, wie Arbeits- und Betriebskosten, berücksichtigt.

Beispiele von Yield-Managment

Yield-Management lässt sich anhand von Lebensmittelgeschäften veranschaulichen. Dort werden die gewinnbringendsten Produkte auf Augenhöhe platziert.

Ein ähnliches Prinzip kann auf den Vertrieb angewendet werden. Viele Produkte basieren auf der Zahlungsbereitschaft der Kunden. Diese variiert und ist abhängig davon, wann jemand kauft – Hotels bieten oft Rabatte für Frühbucher und günstigere Preise an Sonntagen oder verlangen Mindestaufenthalte usw.

Wie Yield-Management im Tourismus entstand

Yield-Management wurde von der Luftfahrtindustrie zur Verwaltung von Angebot und Nachfrage der Flüge eingesetzt und war der Auslöser für die Entwicklung des Revenue-Managements. Es können beispielsweise für denselben Flug unterschiedliche Preise berechnet worden sein, abhängig davon, wann das Ticket gekauft oder welcher Sitzplatz benötigt wurde.

In den späten 1980er- und 1990er-Jahren begannen Hotels damit, das Prinzip anzuwenden und stellten Yield-Manager ein, die heute als Revenue-Manager bzw. in Reservierungs-Manager-Funktionen tätig sind. In kleineren Hotels werden diese Aufgaben normalerweise vom Geschäftsführer übernommen.

Wie funktioniert Yield-Management im Hotel?

In der Hotelbranche wird Yield-Management zur Maximierung der Einnahmen aus den Zimmern eingesetzt. Das Konzept basiert darauf, dass Sie Ihre Gäste verstehen, ihr Verhalten vorhersehen und beeinflussen – mit dem Ziel, den Umsatz bzw. Gewinn für Ihr Hotel zu maximieren. Betrachten Sie es als eine Art Kunst hinter der Wissenschaft des Zimmerangebots und der Zimmernachfrage.

Das Ziel ist es, jedes Zimmer mit zahlenden Gästen zu füllen und ihnen gleichzeitig ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, das sie zum Wiederkommen animiert. Um dies zu erreichen, verfolgen die Hotels sorgfältig das Buchungsverhalten und passen die Preise entsprechend an.

So können sie beispielsweise für Wochenendaufenthalte, wenn die Nachfrage am höchsten ist, einen höheren Preis verlangen, während sie unter der Woche, wenn Geschäftsreisende weniger auf der Suche nach einem Freizeitaufenthalt sind, einen niedrigeren Preis verlangen. Durch sorgfältige Überwachung und Anpassung der Preise können Hotels ihr Ziel erreichen, den Umsatz pro Gästezimmer zu maximieren.

Durch den Einsatz von Yield-Management stellen Hoteliers sicher, dass sie den größtmöglichen Umsatz aus Ihrem Angebot bekommen – und dass ihre Gäste einen fairen Preis für einen tollen Aufenthalt erhalten.

Weiterentwicklung von Yield-Management im Hotel

Bei Yield-Management geht es darum, mehr Gewinn durch Ihre Unterkunft und letztlich durch Ihr gesamtes Eigentum zu erzielen. Revenue Manager und Geschäftsführer kleinerer Hotels blicken heute über ADR (Average Daily Rate, deutsch: Tagesrate) und RevPAR (Revenue Per Available Room, deutsch: Umsatz pro verfügbarem Zimmer) hinaus auf anspruchsvollere Umsatzmanagement-Datenpunkte, wie zum Beispiel GOPPAR (Gross Operating Profit Per Available Room deutsch: Brutto-Betriebsergebnis pro verfügbarem Zimmer).

Es geht nicht mehr nur um Zimmerabsatz, sondern auch um Angebotspakete, Ausstattungsmerkmale und den Service, einschließlich Upgrades, Restaurants und Essen & Trinken sowie Unterhaltungsmöglichkeiten, die pro Gast aufgewendet werden.

Yield-Management vs. Revenue-Management im Hotel

Revenue Management ist die umfassende Strategie zur Steigerung des Gesamtertrags eines Hotels. Im Unterschied hierzu betrachtet Yield-Management die Gewinnmaximierung eines Teilbereichs. Es hat den Fokus auf einen bestimmten Bereich zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa den Umsatz mit Hotelzimmern in der Hochsaison. Betrachten Sie Yield-Management als die Strategie, ein Zimmer zum richtigen Preis an den richtigen Gast zur richtigen Zeit zu verkaufen.

 

Ziel des Yield-Managements ist nicht bloß die Erhöhung der Zimmerpreise oder der Belegung, es ist vielmehr die Maximierung Ihres Hotelumsatzes durch die Prognose des Zimmerangebots und der Zimmernachfrage. Dies geschieht anhand einer Vielzahl von Schlüsselfaktoren.

Yield-Management hat viele Ähnlichkeiten mit dem Konzept des Revenue-Managements, es existiert aber schon länger. Dennoch ist es wichtig zu erwähnen, dass Yield-Management einen gezielteren Fokus hat. Es beschäftigt sich nur mit dem Verkaufspreis und dem Umsatzvolumen, sodass der bestmögliche Ertrag erzielt werden kann.

In mancher Hinsicht könnte man das frühe Yield-Management eher als taktisch anstatt strategisch werten. Auch der Fokus war kleiner. So ging es beispielsweise um den Verkauf eines Flugtickets, Eventtickets oder Hotelzimmers. Sekundäre Ausgaben in anderen Bereichen (Essen, Trinken, Absatzförderung, zusätzliche Freigepäckmenge) oder Kosten, die mit dem Verkauf verbunden sind, wurden nicht berücksichtigt.

Revenue-Management hingegen, ist komplexer und bezieht viel mehr Variablen mit ein – von Kennzahlen über Segmente bis hin zu verschiedenen Abteilungen des Hotels. Revenue-Management ist der Schwerpunkt der Hotels in der heutigen Zeit. In unserem Beitrag zum Revenue Management in Hotels gehen wir noch näher darauf ein.

Es gibt auch einen deutlichen Unterschied zum Reservierungsmanagement. Das Reservierungsmanagement kann als Servicefunktion definiert werden. Es umfasst die folgenden Aufgaben:

  • Das Zuweisen von Zimmerkategorien
  • Den Umgang mit VIP-Gästen
  • Die Interaktion mit Kunden
  • Das Umwandeln von Anrufen zu Buchungen
  • Das Update der Verfügbarkeit 
  • Das Steuern von Upgrades

Das Revenue-Management dagegen ist eine analytische, strategische Funktion. Es gibt keine Interaktion mit Kunden. Vielmehr wird, der Tag damit verbracht, in Tabellenkalkulationen den Umsatz und Gewinn, Vertriebswege und Absatz, Segmente etc. einzusehen. In größeren Hotels (ab 500 Zimmer) gibt es oft einen Director of Revenue und einen Director of E-Commerce sowie ein Team von Mitarbeitern in der Reservierungsabteilung.

In unserem Video (engl.) zeigen wir Ihnen ein Beispiel für Revenue Management.

Welche Faktoren fließen in die Preisgestaltung des Yield-Managements mit ein?

Bei der Preisgestaltung im Yield-Management betrachten Sie Ihren Bestand und Ihre Kundensegmente. Aber auch Ihre Vertriebskanäle müssen Sie berücksichtigen. Durch eine dynamische Preisgestaltung versuchen Sie den Verkaufsprozess so zu steuern, dass Sie Ihre Zimmer weder zu früh zu Niedrigpreisen verkaufen, noch darauf sitzen bleiben, weil Sie auf eine bessere Nachfrage gewartet haben.

Jedes Hotel verfügt über eine feste Anzahl an Zimmern (d. h. seinen Bestand) und verschiedene Kundensegmente – z. B. Freizeit- und Geschäftsreisende, die bereit sind, unterschiedliche Preise zu zahlen. Folglich müssen Hoteliers sich auf die strategische Kontrolle ihres Bestands konzentrieren, um ihre Zimmer an den richtigen Kunden zur richtigen Zeit und zum richtigen Preis zu verkaufen.

Theoretisch ermöglicht das Yield-Management Ihnen, den Betrag, den sie durch eine begrenzte Anzahl an Zimmern erzielen können, zu maximieren. Diese Zimmer sind solche, die innerhalb einer bestimmten Frist verkauft werden müssen, d. h. innerhalb eines Tages, einer Woche oder eines Monats.

Der Einsatz von Yield-Management sollte auch die Kosten Ihrer Vertriebswege berücksichtigen. Zu diesen Vertriebskanälen zählen:

Damit wir bei diesen ganzen Begriffen noch den Überblick behalten, verdeutlichen wir es mit einem Beispiel.
Beispiele für die Preisgestaltung mit Yield-Management
Ein vereinfachtes Beispiel könnte ein Hotel sein, das sich in der Nähe eines Stadions befindet. An den Tagen rund um ein Konzert oder Sportereignis wird das Hotel mehr für seine Zimmer verlangen als an den Wochenenden davor oder danach.

Yield-Management als Marketingstrategie

Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, Ihre Daten zu nutzen, um Ihre unterschiedlichen Kundensegmente und deren Preissensibilität zu verstehen und diese Informationen mit der saisonalen Nachfrage zu verbinden. Geschäftsreisende sind beispielsweise im Allgemeinen weniger preissensitiv als Freizeitreisende.

Wenn Sie Ihre Nachfrageprognosen benutzen, erhalten Sie Informationen darüber, wie Sie Ihre Buchungslimits festlegen können. Also die Anzahl der Zimmer, die Sie zu einem rabattierten Preis an Freizeitkunden verkaufen möchten, und die Anzahl der Zimmer, die Sie für Geschäftsreisende reservieren möchten, die den vollen Preis zahlen.

Das Verständnis der Geschäftsmöglichkeiten für Ihren Betrieb ist entscheidend für bessere Prognosen und strategische Preisgestaltungs- und Marketingstrategien.

Saisonabhängigkeit, besondere Events und hohe Nachfrage können es Hotels ermöglichen, die Preise anzupassen, um den Umsatz zu erhöhen. Wir möchten noch einmal betonen: Es geht nicht nur darum, einfach die Preise oder Belegung zu erhöhen, sondern vielmehr darum, Ihre verschiedenen Segmente zu analysieren, sodass Sie die richtigen Kunden zur richtigen Zeit anlocken.

Ein Geschäftsreisender, der normalerweise während der Woche bucht, wird beispielsweise Wochenend- oder Ferienrabatten eher gleichgültig gegenüberstehen. Indes könnten sich preisbewusste Freizeitreisende von Rabatten für mehrere Übernachtungen oder saisonale Angebote angezogen fühlen.

Ziehen Sie deshalb in Erwägung, Ihre Preisgestaltung und Marketingstrategie für folgende Produkte zu überprüfen:

  • Sonderpreise für Aufenthalte mit mehreren Übernachtungen
  • Hochwertigere Zimmer oder Upgrades für Langzeitgäste
  • Bündelung, Angebotspakete und Ausflugsdeals (z. B. Valentinstag)
  • Spezielle Zimmerpreise für Mitglieder von Reisegruppen, Konferenzen und wiederkehrende Fluglinien- oder Geschäftskunden

Basierend auf der Analyse Ihrer Kundensegmentierung und den Buchungstrends können Sie verschiedene Umsatzoptionen für Zimmer erstellen. Hierzu bieten Sie Ihrem bevorzugten Zielmarkt mit personalisierten Werbeaktionen und Rabatten einen Anreiz. Die richtige Mischung aus Zimmerpreisen und Anreizen als Teil einer permanenten Yield-Management-Strategie zu finden, setzt natürlich voraus, dass Sie Marktforschung betreiben und Ihre Hypothese anhand Ihrer gewünschten Kennzahlen austesten.

Ein einfaches Beispiel könnte ein Hotel sein, das sich in der Nähe eines Stadions befindet. An den Tagen rund um das Konzert oder Sportereignis wird das Hotel mehr für seine Zimmer verlangen als an den Wochenenden davor oder danach.

Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, Ihre Daten zu nutzen, um Ihre verschiedenen Kundensegmente und deren Preissensibilität zu verstehen und diese Informationen mit der saisonalen Nachfrage zu verbinden. Geschäftsreisende sind beispielsweise im Allgemeinen weniger preissensitiv als Freizeitreisende.

Wenn Sie Ihre Nachfrageprognosen benutzen, erhalten Sie Informationen darüber, wie Sie Ihre Buchungslimits festlegen können – das heißt die Anzahl der Zimmer, die Sie zu einem rabattierten Preis an Freizeitkunden verkaufen möchten, und die Anzahl der Zimmer, die Sie für Geschäftsreisende reservieren möchten, die den vollen Preis zahlen.

Das Verständnis der Geschäftsmöglichkeiten für Ihren Betrieb ist entscheidend für bessere Prognosen und strategischere Preisgestaltungsstrategien. Sie können die Saisonabhängigkeit auch dazu nutzen, das regionale Geschäft anzukurbeln. Australische Touristen reisen zum Beispiel zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr zu Geschäften nach Europa, da dort Sommer während des australischen Winters ist. 

Saisonabhängigkeit, besondere Events und hohe Nachfrage können es Hotels ermöglichen, die Preise anzupassen, um den Umsatz zu erhöhen. Um es noch einmal zu sagen: Es geht nicht nur darum, einfach Preise oder Belegung zu erhöhen, sondern vielmehr darum, Ihre verschiedenen Segmente zu analysieren, sodass Sie die richtigen Kunden zur richtigen Zeit anlocken. Ein Geschäftsreisender, der normalerweise während der Woche bucht, wird beispielsweise Wochenend- oder Ferienrabatten wahrscheinlich gleichgültig gegenüberstehen. Auf der anderen Seite könnten sich preisbewusste Freizeitreisende von Rabatten für mehrere Übernachtungen oder saisonale Angebote angezogen fühlen.

Ziehen Sie deshalb in Erwägung, die Preisgestaltung und Marketingstrategie für folgende Produkte zu überprüfen:

  • Sonderpreise für Aufenthalte mit mehreren Übernachtungen
  • Hochwertigere Zimmer oder Upgrades für Langzeitgäste
  • Bündelung, Angebotspakete und Ausflugsdeals (z. B. Valentinstag)
  • Spezielle Zimmerpreise für Mitglieder von Reisegruppen, Konferenzen und wiederkehrende Fluglinien- oder Geschäftskunden

Basierend auf der Analyse Ihrer Kundensegmentierung und den Buchungstrends können Sie verschiedene Umsatzoptionen für Zimmer erstellen, indem Sie Ihrem bevorzugten Zielmarkt mit personalisierten Werbeaktionen und Rabatten einen Anreiz bieten. Die richtige Mischung aus Zimmerpreisen und Anreizen als Teil einer permanenten Yield-Management-Strategie zu finden setzt natürlich voraus, dass Sie Marktforschung betreiben und Ihre Hypothese anhand Ihrer gewünschten Kennzahlen austesten.

Warum ist Yield-Managements wichtig in der Hotellerie

Der Nutzen von Yield-Management in der Hotellerie ist, dass Sie bei gleicher Kapazität einen höheren Gewinn erzielen können. Da Sie verschiedene Kundensegmente ansprechen, verteilen sich Ihre Fixkosten auf mehrere Personen. Das senkt die Preise.

Alle Yield-Management-Strategien in der Hotellerie basieren in erster Linie auf Prognosen hinsichtlich Angebot und Nachfrage. Durch die Verwendung eines Revenue-Managementsystems oder Revenue-Management-Disziplinen in Kombination mit der branchenbesten Verteilungstechnik können Revenue-Manager heute ziemlich genaue Prognosemodelle für die Zimmernachfrage erstellen sowie diese Elemente in den Buchungsprozess integrieren – oftmals auf granularer Ebene und nach Vertriebsweg.

Abhängig davon, wie detailliert Sie Ihre Berichte haben möchten, können Sie Ihre Analyse etwa nach folgenden Kriterien aufschlüsseln:

  • Art des Reisenden,
  • Vertriebsweg, 
  • Zimmertyp, 
  • Buchungsverhalten, 
  • durchschnittliche Aufenthaltslänge, 
  • Bereitschaft, im Voraus zu buchen und 
  • Gesamtumsatz nach Kundentyp. 

Es gibt viele Programme, die Kundenberichte erstellen können. Dadurch können Sie die Daten besser analysieren. Letztlich liegt es bei jedem Hotelier selbst, festzulegen, wo Zeit und Geld am besten investiert sind.

Ausgestattet mit den oben genannten Daten können Sie wöchentliche, monatliche und jährliche Prognosen erstellen. Diese ermöglichen es Ihnen, Ihren Bestand zu verwalten, die Nachfrage vorherzusehen sowie Buchungslimits und Schutzlevel für Zimmer zu setzen. Außerdem können Sie angemessene Preisgestaltungs- und Werbestrategien schaffen, die auf Ihre unterschiedlichen Kundensegmente ausgerichtet sind. 

Sie sehen also, die Investition in eine Software lohnt sich allein schon wegen des ersparten Arbeitsaufwands. 

Kennzahlen und Yield-Management-Formeln

Eine grundlegende Yield-Management-Formel ist traditionell das Vergleichen des erreichten Umsatzes mit dem maximal möglichen Umsatz. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihren Ertrag zu messen und die Leistung Ihres Betriebs zu überprüfen.

Zum besseren Verständnis gehen wir die Anwendung einer Ertragsmanagement-Formel anhand eines Beispiels durch:

Wenn Ihr Hotel zum Beispiel 100 verfügbare Zimmer hat und der volle Preis 150 € pro Zimmer beträgt, ist der maximal mögliche Umsatz 15.000 €. Wenn in einer bestimmten Nacht 70 Zimmer zu einem geringeren Durchschnittspreis von 120 € verkauft wurden, liegt der erreichte Umsatz bei 8.400 €. Ihr Ertragsprozentsatz ist daher 8400/15000 × 100 = 56 %. 

Schlüsseln Sie diese Kennzahlen auf, werden Sie schnell feststellen, dass kleine Verbesserungen einen großen Einfluss auf Ihren Gesamtumsatz haben werden.

 

Es gibt jedoch viele verschiedene Kennzahlen für das Ertragsmanagement, die Ihnen gute Anhaltspunkte im Hinblick auf die Performance Ihres Hotels liefern werden. Zudem bieten Sie Ihnen viele Möglichkeiten, Ihre Strategie anzupassen und den Umsatz zu steigern, auch wenn Sie die gleiche Anzahl an Zimmern verkaufen. Die Auslastung zu steigern, ist jedenfalls nicht der einzige Weg – nicht einmal der empfehlenswerteste, um Umsatz und Gewinn zu steigern. Schauen wir uns dazu die Systeme an, die im Yield-Management verwendet werden.

Yield-Management-Systeme im Hotel

Yield-Management-Systeme wurden schon in den 1980ern genutzt, um den Umsatz vieler Hotelbetriebe anzukurbeln. Diese Systeme wurden entwickelt, um die Strategien im Yield-Management zeitsparender zu gestalten und Hotelmanagern mehr Genauigkeit zu bieten. Hierzu wurden mittels Computeralgorithmen und historischen Daten Angebot und Nachfrage zu bestimmten Preisen in Echtzeit prognostiziert.

Das System verhinderte eine Menge Spekulationen und subjektive Beurteilungen. Weiterhin sprechen die folgenden Gründe für die Nutzung eines Yield-Management-Systems:

  • Bewerten von künftigem Verbraucherverhalten unter dynamischen Marktbedingungen 
  • Bestimmen der Preisgestaltung und Bestandszuordnung, 
  • Erreichen potenzieller Gäste 
  • Reagieren auf Marktveränderungen in Echtzeit
  • Direktes Weiterleiten dieser Informationen an die Vertriebskanäle
  • Nutzen als Ressource für Marketing und Betriebsfunktionen

Zur Verdeutlichung noch einmal ein Beispiel:
Ein erfolgreiches Yield-Management-System könnte beispielsweise erkennen, dass Reisende ihr Zimmer vorwiegend 0 – 6 Tage vor ihrem Aufenthalt buchen. In diesem Fall würde es frühzeitige Buchungen zu niedrigeren Raten verhindern, um zugunsten von Last-Minute-Buchungen mehr Zimmer zu höheren Raten verfügbar zu halten.

Im Wesentlichen wurden Yield-Management-Systeme verwendet, um herauszufinden, wie Hoteliers strategische Entscheidungen treffen könnten, um den Umsatz zu steigern.

Wenn Sie heutzutage über ein Yield-Management-System für Hotels reden, handelt es sich um ein Hotel Revenue-Management-System. Da die Verwaltung eines Hotelbetriebs meist online und in cloud-basierten Lösungen geschieht, sind Revenue-Management-Systeme die anspruchsvollen Technologiesysteme, die das Yield-Management verdrängt haben.

Revenue-Management-Systeme für Hotels sind für die Integration mit Channel Managern, Webseiten und Buchungsmaschinen eingerichtet.

Die besten Revenue-Management-Systeme sind leistungsstarke cloud-basierte Lösungen, die Marktintelligenz und Vorschläge auf einen Blick bereitstellen. Zudem zeigen sie Echtzeit-Updates und -Warnungen an, die auf den dynamischen Variablen der Nachfrage im Markt basieren.

Informationen zur Yield-Management-Software im Hotel

Es gibt Systeme, die sich selbst immer noch als Yield-Management-Lösungen definieren. Viele von ihnen verwenden Yield-Management und Revenue-Management als austauschbare Begriffe. 

Das Angebot ist immer sehr ähnlich: 

  • Die Nachfrage nach Ihren Produkten genau voraussagen,
  • das Angebot bewerten und 
  • den Gewinn maximieren. 

Die Software gibt Ihnen sofortigen Zugriff auf die Daten, die Sie benötigen, um Ihren Kunden den richtigen Preis zur richtigen Zeit anzubieten.

Wenn Sie nach Software für Yield-Management suchen, werden Sie feststellen, dass die meisten Ergebnisse unter dem Dach des Revenue-Managements im Gastgerwerbe zu finden sind, da dies in Hotels und anderen Industrien heute der gebräuchliche Begriff ist.

Zusammenfassung – Die Vorteile von Yield-Management in der heutigen Hotelbranche 

  • Yield-Management ist das Know-how, mit Ihrem vorhandenen Bestand mehr Geld zu erzielen.
  • Ertragsmanagement ist ein älterer Begriff mit einem engeren Fokus als Revenue-Management.
  • Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, Ihre Daten zu nutzen, um Ihre unterschiedlichen Kundensegmente und deren Preissensibilität zu verstehen und diese Informationen mit der saisonalen Nachfrage zu verbinden.
  • Es geht nicht nur darum, einfach die Preise oder Belegung zu erhöhen, sondern vielmehr, Ihre verschiedenen Segmente zu analysieren, sodass Sie die richtigen Kunden, zur richtigen Zeit, ansprechen können.
  • Eine grundlegende Formel des Yield-Managements ist traditionell der Vergleich zwischen dem erzielten Umsatz mit dem maximal möglichen Umsatz.
  • Yield-Management-Systeme wurden bereits in den 1980er-Jahren verwendet.
  • Wenn Sie heutzutage über ein Yield-Management-System für Hotels reden, handelt es sich um ein Revenue-Management-System.

 

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